Sbahn Westhafen

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Meffre Emmanuel Sbahn Westhafen

Bei der heutigen Bildbesprechung schaue ich mir das Bild Sbahn Westhafen von Emmanuel Meffre an. Es handelt sich hierbei um eine Aufnahme des Westhafens und der S-Bahn in Berlin. Das verrät der Titel ja schon fast eindeutig (bis auf die Stadt). Schauen wir uns doch mal an, was wir so vorfinden.

Beschreibung des Bildes

Das Foto wurde bei Nacht aufgenommen und eine S-Bahn oder ein Güterzug fährt gerade auf den Schienen durch. Das kann man durch die Bewegung nicht genau erkennen.

Im Hintergrund sieht man noch weitere Gebäude, vermutlich die Hafengebäude des Westhafens. Ich kann zumindest einen Containerterminal ausmachen.
Das Foto wurde von einer Brücke fotografiert.

Linien und Formen

Die Linienführung ist von rechts unten aus der Ecke nach links in die Mitte gehalten. Die Bahn und die Schienen verlaufen genau in die Richtung. Dagegen verlaufen die Gebäude des Westhafens gerade aus weg vom Betrachter. Eine gewisse Dynamik ist zu erkennen, wenn auch nicht all zu stark.
Die Masten und Türme im Vordergrund stehen senkrecht in die Höhe. Das gibt der Linienführung zwar eine Dynamik, aber auch das setzt unser Gehirn als natürlich um. Die Masten werden nicht sonderlich stark wahrgenommen.

Etwas störend empfinde ich den (wahrscheinlich Kondes-)Streifen am Himmel sowie den dunklen Fleck. Ich dachte zuerst, ich hätte ein Haar und einen Fleck auf dem Monitor, das war aber im Bild. War das in der Szene so oder gibt es hier einen Fleck auf dem Objektiv?

Farben und Kontraste

Das Foto ist in Farbe gehalten. Dominierende Farben sind das dunkle Blau des Himmels, das Backsteinrot der Häuser sowie der grün-weiße Streifen der Bahn.
Die Kontraste sind in der Nachtaufnahme nicht stark heraus gearbeitet, das Foto wirkt auf mich noch etwas flau und könnte für meinen persönlichen Geschmack etwas kräftiger sein.
Dafür mag ich den Rotstich durch die Häuser nicht so ganz. Die Sättigung könnte eventuell minimal herab gesetzt werden.
In jedem Fall brennen die Lichter an den hellen Stellen etwas aus. Die Blende kann nicht sehr groß gewesen sein, die Lichter ergeben keine typischen Sternformen bei Nachtaufnahmen, die Belichtungszeit war demnach aber auch nicht besonders hoch. Ansonsten wäre der Zug auch noch länger gezogen.

Hier habe ich in Photoshop ein wenig gespielt. Zuerst einmal habe ich die Kondensstreifen und den Fleck weg gestempelt. Dann habe ich über die Luminanzmaske die hellen Bereich ausgewählt und per Gradiationskurve den hellen Bereich herab gesetzt und den dunklen Bereich leicht angehoben.
Anschließend habe ich den Kontrast um wenige Punkte angezogen. Außerdem habe ich die Farbe um minimale Punkte versetzt, um den Rotstich zu entfernen und die Sättigung ebenfalls minimal herab gesetzt.

Das Ergebnis dieser einfachen Bearbeitung im Gegensatz zum Original folgt hier. Die Qualität beim Speichern habe ich etwas zu stark herab gesetzt, dadurch verliert das Bild leider noch mal an Schärfe in der bearbeiteten Version. Es geht mir aber auch eher um den Vergleich der hellen Bereich, der Farben und Sättigung sowie des Kontrast.

Orignal:

Meffre Emmanuel Sbahn Westhafen

Bearbeitet:

Meffre Emmanuel Sbahn Westhafen bearbeitet

Intention

Eine Intention kann ich hier nicht erkennen, muss man aber auch nicht immer. Es handelt sich „lediglich“ um eine Nachtaufnahme mit glitzernen Lichtern, einem Zug und dem Westhafen Berlin.

Schlusssatz

Ich möchte noch mal ausdrücklich darauf hinweisen, dass es sich hierbei um meine persönliche Meinung und meinen persönlichen Geschmack handelt. Das kann natürlich jeder ganz anders sehen.

1 Kommentar

  1. Hallo Marcel.

    Danke für deine lesenswerte Bildbeschreibung. Durch diese detaillierte Darstellung habe ich einen ganz anderen Blick auf das Bild gewonnen. Somit wird der Moment, der durch das Foto festgehalten wurde, durch Worte vervollständigt und abgerundet. Allein durch die genaue Betrachtung von Bildern kann man als Fotograf einiges lernen. Vielen Dank für deinenInput!

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