Tipps zur Fischauktionshalle Hamburg

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Fischauktionshalle
Ganz klassisch der Blick auf die Fischauktionshalle von der Brücke aus

Die Fischauktionshalle in Hamburg-Altona gehört sicherlich zu den meistfotografierten Motiven in Hamburg. Wie setzt man sich von den Millionen von Fotos ab, um nicht nur einer von vielen zu sein? Hierzu muss man die Augen aufhalten und mal etwas anderes versuchen. Ein paar Tipps führe ich in diesem Artikel auf.

Nachdem wir beim Dockland fertig waren, sind wir weiter gefahren zur Fischauktionshalle. Direkt vor der Tür fährt gerade ein anderes Auto weg und ich parke direkt vor der Tür ein. Wenn der Chef kommt… 🙂
Wir steigen also aus, packen unsere Sachen und gehen erst mal auf die andere Seite, der Elbe zugewandten Seite.

Geschichte der Fischautkionshalle

Die Altonaer Fischaktionshalle wurde im Jahr 1894 erbaut als Antwort auf den Zollanschluss Hamburgs an das deutsche Reich. Altona war damals noch vor den Toren Hamburgs. Der Magistrat Altonas wollte damit den Fischhandel in Altona halten.
Mehr Informationen erhältst du auf der Webseite der Fischauktionshalle.

Hinter der Fischauktionshalle
Die Brücke hinter der Fischauktionshalle mit Blick auf die Elbe und das Dock 11 der Hamburger Traditionsreederei Blohm & Voss

Das Motiv Fischauktionshalle

Hier bietet es sich in jedem Fall an, direkt von dem Steg vor der Fischauktionshalle zu fotografieren. Man kann zum Einen in Richtung Elbe und zum Anderen direkt die Fischauktionshalle fotografieren. Das Motiv gibt es wie Sand am Meer. Was kann man hier machen? Sei kreativ! Nutze verschiedene Blickwinkel. Du kannst z.B. das Geländer im Vordergrund mit einbeziehen, so wie ich das bei dem folgenden Foto gemacht habe.

Fischauktionshalle
Ganz klassisch der Blick auf die Fischauktionshalle von der Brücke aus

Hier habe ich die Linienführung des Geländers genutzt. Die Aufnahme besteht wieder aus 3 Belichtungsreihen. Das Gemeine hierbei: Die Farben der Belichtung im oberen Teil der Fischauktionshalle ändert sich. Mir gefiel das Lila sehr gut. Da bei der HDR Zusammensetzung durch Lightroom oben aber ein langweiliges blau war, musste ich in Photoshop noch etwas tricksen.

Ich habe das Bild mit der lila Beleuchtung einfach oben drüber gesetzt und eine Maske drauf gelegt. Auf der Maske habe ich nun nur den Bereich der Belichtung weiß angemalt. So kam hier nur die Farbe durch. Das Foto ist ein absolutes Highlight!

Kreative Ansätze

Als nächstes will ich noch kreativer werden. Ich platziere mein Stativ direkt vor das Geländer und versuche, durch die runde Öffnung zu fotografieren. Um das Dach der Fischauktionshalle so zu platzieren, habe ich regelrecht in Millimeterarbeit das Stativ immer nur ein klein wenig angeditscht. Das ist echt nicht einfach. Aber schließlich passt es. Das Foto ist mal ganz anders.

Fischauktionshalle Uhr
Mal eine ganz spezielle Sicht auf die Fischauktionshalle. Durch die Öffnung des Geländers auf der Brücke zur Dekoration mit der Uhr.

Aber auch links und rechts neben dem Steg gibt es interessante Objekte zu fotografieren. Zum Beispiel der Rettungsring. Aber Vorsicht: Der Ring und der Steg sind schräg, wenn man sich den Hintergrund anschaut. Denn der Horizont soll ja gerade sein.

Gerade oder schief
Gerade oder schief ist hier das Motto beim Rettungsring auf der Brücke.

Der Steg selbst gibt in dem Licht auch ein interessantes Motiv ab.

Holzboden
Der Holzboden der Brücke vor der Fischauktionshalle bei Nacht.

Oder ganz genau hingeschaut sieht man auch noch kleine aber feine Details: Am Dach der Fischauktionshalle kann man die Hammaburg erkennen, die der Stadt Hamburg den Namen verlieh.

Tor zur Welt
Das Tor zur Welt – Die Hammaburg an der Kuppel der Fischauktionshalle

Backsteine und Lichter

Mir gefällt vor allem auch das Backsteingemäuer und die Lampen, die Lichtsituation und das Wasser vor der Halle. Das erinnert mich an Al Capone. So muss es vor 100 Jahren gewesen sein, als die dunklen Geschäfte in den dunklen Gassen „erledigt“ wurden.

Vor der Fischauktionshalle

Ich konzentriere mich lieber auf das Licht und die Bildgestaltung. Mir gefallen die beiden Fotos sehr gut und sie sind mal was total anderes – von der Fischauktionshalle.

Fischauktionshalle vor der Tür
Seitlich vor der Fischauktionshalle neben dem Eingang zur Wasserseite.

Fazit

Ich hoffe, dieser Beitrag gibt die Motivation, bei den typischen Bildmotiven die Augen aufzuhalten, um deinen eigenen Blick zu finden und etwas Besonderes aus deinen Fotos zu machen.

Übrigens habe ich mir einige Fotos aus der Serie auf Poster bestellt, um mir die Fotos mal wieder ausgedruckt anzuschauen. Die Bilder gehen dann direkt an die Wand.

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2 Kommentare

  1. Dein Beitrag spricht mir aus der Seele. Ich lebe in Weimar – und da fotografieren jedes Jahr 3 Mio Touristen auch die immerselben Motive. Für meinen Bildband und meine Kalender muß ich da auch immer ganz anders ran. Meistens früh Morgens. Und ich nähere mich den Objekten immer auf unkonventionellen Wegen – es gibt neue Perspektiven.

    Und übrigens – Deine Backsteinfotos gefallen mir sehr gut!

    Viele Grüße nach Hamburg,
    Stephan

    • Hallo Stephan,
      das ist schön, dass du genau so denkst. Das ist so wichtig, sich mal anders an die Motive heran zu machen. Mir bleiben die Bilder der anderen Fotografen im Kopf, die eben anders sind und damit noch mal einen Wow Effekt erzeugen.
      Viele Grüße nach Weimar!
      Marcel

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