Nebel
Fotografien

Hamburg in Nebel gebettet

Eines schönen Sonntagmorgens ging ich die Treppe herunter in die Küche und schaute erfreut aus dem Küchenfenster. Ein dichter Nebel lag über den Straßen Hamburgs. Ich zuckte kurz und überlegte, noch vor dem Frühstück mit der Kamera aus dem Haus zu gehen. Erfahrungsgemäß bleibt der Nebel nämlich nicht allzu lange in der Stadt. Die Überlegung dauerte nicht lange und ich entschied mich dagegen. Ich wollte erst mal schön mit der Familie frühstücken.

Als wir dann aber eine Stunde später (ja, eine Stunde!) fertig waren, war immer noch Nebel vorhanden. Das ist selten! Also habe ich meinen Vorsatz von vor einer Stunde doch noch mal gefasst, packte meine Kamera und meinen Rucksack und ging kurzerhand in das gegenüberliegende Naturschutzgebiet Höltigbaum an Hamburgs östlicher Grenze.

Ich nahm meine EOS 70D und das aufgesteckte Sigma 18-35 Art mit sowie im Rucksack noch das Canon Telezoom 70-300. Aktuell steht an einer Ecke ein schönes altes und großes Reetdachhaus frei. Die langsam eintretende Verwucherung gepaart mit dem Nebel machte einen tollen mystischen Eindruck. Da habe ich aus verschiedenen Winkeln und mit verschiedenen Fokuseinstellungen mal draufgehalten und schon das ein oder andere Foto erwischt. Hier einmal zwei entwickelte Fotos davon:

Weiter ging es Richtung Bahnüberführung und Naturschutzgebiet. Ich war gespannt auf die im Nebel gehüllte Landschaft. Es war schon bemerkenswert, dass der Nebel sich nicht verzog. Ganz im Gegenteil, der Nebel wurde eher noch dichter. Und sah ergab der Nebel keine leicht im Nebel verdeckte Landschaft, sondern viel mehr einen richtig schönen grauen und weichen Hintergrund. Es war eher möglich, den Vordergrund abzulichten und einen ruhigen Hintergrund zu erhalten.

Schon beim Fotografieren malte ich die Bilder in meinem Kopf weiter und wusste, dass ich auf jeden Fall eine schwarz-weiß Umsetzung oder ähnliches erstellen möchte. Tatsächlich war mir reines schwarz weiß am Rechner dann doch etwas zu langweilig. Die Fokussierung war dann nur noch auf den Linien und Strukturen. Mir ging damit aber der mystische Effekt verloren. Ich entschied mich dafür, die Fotos größtmöglich zu entsättigen, Kontraste zu erhöhen aber einen Hauch von Farbe zu belassen.

So kommt die Nebellandschaft und das Gefühl an dem Morgen viel besser zur Geltung.

Ich habe dann auch noch mal das Objektiv gewechselt und das Telezoom 70-300mm von Canon aufgesteckt. Der Nebel wurde aber noch dichter und merkte, dass durch das Komprimieren des Telezooms keine Chance bestand, die Landschaft zu fotografieren.

Somit konzentrierte ich mich auf Details und konnte so noch mal besondere Merkmale hervorholen und herausarbeiten. Ich liebe diese Detailaufnahmen einfach. Mit dem grau wirken sie so schön beruhigend. Man konzentriert sich nur auf diese eine Sache, eine echte Entschleunigung.

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