Fotografien

Spätsommer in Travemünde

An dem mit herrlichem Wetter angekündigten Wochenende um den 19.09. herum, wurden wir von meinen Eltern zum Essen nach Travemünde eingeladen. Was gibt es schöneres, als an einem sonnigen, spätsommerlichen Samstag-Nachmittag in Travemünde entlang zu schlendern und die Kamera im Gepäck zu haben?

Gesagt, getan. Also ging es mit der EOS 1000D und den beiden Objektiven im Gepäck nach Travemünde. Zum Einen gehört hier das normale Kit-Objektiv dazu, zum anderen das Sigma 55-200mm. Zuerst mal habe ich das Kit-Objektiv drauf gelassen zwecks weitwinkliger Aufnahmen des Ortes. Hier haben sich aber gleich schon ein paar Detailaufnahmen im Restaurant Traveblick ergeben.

Beim Schlendern fallen einem im Travemünde natürlich eine Menge Objekte auf. Also mal überall drauf gehalten, was gut aussah.

Dieses Mal habe ich versucht, zum Einen über die integral mittenbetonte Messung bessere Ergebnisse zu erzielen, zum anderen mit größerer Blende zu fotografieren, um die Objekte besser freizustellen.

Das ist bei einem Kit-Objektiv mit der größten Blende bei 3,5 natürlich nicht so leicht. Da erweist sich das Sigma Teleobjektiv etwas besser, obwohl auch das nur eine größte Blende von 3,5 zulässt. Durch den Telebereich lassen sich die Objekte jedoch besser freistellen.

Mit gefällt das Foto mit der Möwe auf dem Geländer des Bootstegs aus der Reihe am Besten. Es ist recht puristisch, stark freigestellt auf das Hauptmotiv, die Möwe und im Hintergrund trotzdem noch etwas Wasser und Schiffe erkennbar, ohne den Blick abzulenken.

Möwe

Das Foto entstand mit dem Kit-Objektiv bei einer Brennweite von 55 mm und der Blende f 5,6 – Belichtungszeit 1/500.

Welche Tipps und Vorschläge hättet ihr noch für das Bild? Ich werde das Bild einmal bei fokussiert.com einstellen für eine fachliche Kritik. Mal sehen, ob ich dran komme.

Alle Bilder aus Travemünde könnt ihr unter diesem Link sehen.

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7 Kommentare

  • Daniel

    Hi Marcel,

    ich bin zwar auch kein Profi, aber meine Meinung zum Foto will ich Dir doch nicht vorenthalten: Die Möwe ist in der Tat schön freigestellt, der Hintergrund ist gut, ich finde den unscharfen Steg im Vordergrund allerdings zu dominant. Ich hätte eventuell mit einer längeren Brennweite die Möwe näher rangeholt – dann wäre der Hintergrund wahrscheinlich etwas mehr in Unschärfe verschwunden und das Motiv wäre bildfüllender.

    Ich kenn’ die Canon nicht, mit der Du fotografierst, aber hast Du mit automatischem Weißabgleich fotografiert? Meine Sony Alpha 100 produziert damit einen ähnlichen Blaustich wie in Deinem Bild…

  • Marcel Stockmann

    Hallo Daniel,

    danke für deine Antwort. Du hast Recht, der Balken im Vordergrund ist sehr lang und sehr unscharf. Hiervon hätte man noch recht viel abschneiden und den Fokus damit stärker auf die Möwe lenken können.
    Das Foto bietet sich somit eher für ein Querformat oder sogar ein 1×1 Format an. Das werde ich in Photoshop noch mal schneiden.

    Ich bin der Meinung, ich hatte den Weißabgleich auf sonnig. Aber das Bild hat wirklich einen leichten Blaustich, auch das kann ich noch mal anfassen und die Farben etwas schieben.

  • Daniel

    Ehrlich gesagt würd ich das Bild so lassen wie es ist. Es ist ja alles andere als schlecht, schöne Aufteilung zwischen Vordergrund, Motiv und Hintergrund. Für mein Empfinden verpasst der sehr wuchtige Vordergrund dem ganzen Foto halt eine sehr schwere Wirkung, was zum Hauptmotiv Vogel meiner Meinung nach nicht ganz so gut passt.

    Wenn’s mein Foto wär, würde ich die Farben noch etwas nachbessern und den Rest so lassen. Ab und zu macht man halt Fotos, die nicht ganz so perfekt sind. Oder die einem anfangs nicht so gefallen, die aber später auf wundersame Art noch gewinnen. Du ahnst gar nicht, wie viele solcher Fotos ich auf meiner Festplatte hab… ;-)

  • Marcel

    Ja, das kann gut sein. Dazu passt ja dann mein neuer Beitrag wieder “Wie sortierst du deine Fotos”, weil ich selbst das Gefühl habe, dass ich die alten Fotos gar nicht mehr durchschaue bzw. dadurch, dass ich die wirklich schlechten Fotos selten aussortiere, viel zu viel Müll habe, den ich nicht mehr durchgucken mag und lieber neue Fotos schieße.

    Aber die Bearbeitung mit den Farben nehme ich mir noch mal vor. Schwierig: Ich arbeite aktuell nur am Laptop und der Bildschirm ist nicht immer so optimal und nicht kalibriert, was bei meinem Notebook auch nicht wirklich geht.

  • Daniel

    Den Beitrag hab ich gesehen. Interessiert mich auch, wie andere ihre Bilder sortieren – aber als Linux-Nutzer und Open-Source-Fan kann ich in Sachen Photoshop und Lightroom überhaupt nicht mitreden.
    Kleiner psychologischer Trick mir selbst gegenüber: Ich fotografiere neuerdings hauptsächlich im RAW-Format. Weil da die Speicherkarte viel schneller voll ist und ich weiß, dass ich jedes Bild bearbeiten MUSS, überleg ich mir zweimal, ob ich wirklich auf den Auslöser drücken will. :-)
    Viel Erfolg mit den Farben.

  • Marcel

    Ja, danke, bisher kam ich leider noch nicht dazu, bin gerade mitten im Hausbau, da bleibt das Hobby erst mal etwas hinten dran.

    Aber auch bei einer 4GB SD Karte bleiben im Raw Format noch gute 200-250 Fotos über. Und da muss man einfach aussortieren. Das werde ich mir mal direkt als Aufgabe hinter die Ohren schreiben!

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