Ufer am Bredenbeker Teich
Fotografien

Spontane Fahrradtour vom Höltigbaum nach Ahrensburg

Es ist ein sonniger Sonntag in Hamburg und ich nehme spontan mein Rad und meine Kamera, um eine fotografische Fahrradtour vom Höltigbaum nach Ahrensburg und zurück zu machen.
Das Wetter lädt absolut dazu ein, in der Natur zu sein, wohlwissend, dass der Herbst und damit meist das schlechte Wetter vor der Tür steht. Ich nehme nur das 50mm Objektiv mit und möchte mal wieder ausschließlich hiermit Fotos machen.
Ich schwinge den Rucksack auf den Rücken und den Hintern auf den Sattel. Ab geht’s Richtung Höltigbaum.

Erster Halt Bahnbrücke Höltigbaum

Gerade auf den Sattel geschwungen, gibt es nach nur 750m schon den ersten Zwischenstopp auf der Tunneltalbrücke im Höltigbaum. Die Aussicht auf dieser Bahnbrücke ist wirklich schön. In die eine Richtung blickt man direkt in die Kurve der Bahnstrecke, die von Bäumen umgeben ist. Auf der anderen Seite hat man einen Blick über die Pferdekoppel, auf der auch meistens Pferde zu sehen sind. Die Bahnstrecke geht hier geradeaus und man kann den Zügen wunderbar hinterher schauen.

In diesem Fall scheint die Sonne von vorne und bringt mir eine spätsommerliche Wärme ins Gesicht. Ich schließe die Augen für einen Moment und genieße das warme Streicheln. Als ich meine Augen wieder öffne, schimmert vor mir das Spinnennetz im Gegenlicht.

Ich nehme die Kamera und versuche das Spinnennetz entsprechend im Gegenlicht in Position zu bringen. Dabei fällt mir die glänzende Mutter daneben auf, die ich dann noch mal direkt in den Fokus nehme.
Das dritte Bild aus der Position zeigt den Schienenverlauf durch die Drahtseile und das Geländer fotografiert. Das fühlt sich an wie durch’s Schlüsselloch gucken.

Mehr ist heute auf der Seite nicht zu holen. Ich drehe mich um und habe die Sonne im Rücken. Dabei fallen mir die beiden Schlösser am Geländer auf.
Die sind neu, die habe ich bei meinen letzten Spaziergängen noch nicht gesehen. Ich liebe die Detailaufnahmen mit solchen Schlössern. Hier zeigt die Offenblende des 50mm immer seine Stärke. Insbesondere das Bild mit dem knallblauen Himmel im Hintergrund gefällt mir gut.

Schlösser am Geländer Ewige Liebe

Danach packe ich die Kamera in meinen Tamrac Slingbag Rucksack und steige wieder aufs Fahrrad. Nun geht es erst einmal bergab die Tunneltalbrücke mit Vollgas hinunter, um die Kurve und an den Bahngleisen entlang in das Hamburger Naturschutzgebiet Höltigbaum.

Mitten im Naturschutzgebiet

In den Höltigbaum hineingefahren überwinde ich noch ein Gatter mit dem Rad und mache wieder eine kleine Pause. Ich genieße noch mal die Sonnenstrahlen und die ruhige und freie Natur. Obwohl noch einige Radfahrer die gleiche Idee hatten wie ich an diesem Sonntag.
Ich schaue mich um und fotografiere die Natur. Der Herbst nagt bereits an den Bäumen, die nicht mehr so voll und grün sind. Die einzelnen Gräser lassen auch langsam nach.

Baum im Herbst Pause Gras im Herbst Landschaft im Herbst

Ein Stückchen weiter gefahren kommt eine Lichtung mit Bäumen und einer Wiese davor. Hier gehe ich mit der Kamera fast bis auf den Boden runter. Dank meines Klappdisplays kann ich dabei entspannt in der Hocke sitzen bleiben. Ich möchte aber die Gräser im Vordergrund haben und im Hintergrund die Bäume.

Wiese und WaldDoch die Idylle trügt. Denn mit dem Rad weitere 500m und einmal ums Eck durch die Wiese gefahren, sieht man im Hintergrund schon die große Müllverbrennungsanlage. Was für ein Kontrast zwischen der Natur, dem Grün und diesem Bunker.

Müllverbrennungsanlage Stapelfeld

Danach geht es weiter durch den Höltigbaum, ich komme in dem beschaulichen Örtchen Hagen an und fahre weiter. Von hier aus geht es dann nach links in den Wald hinein.

Der Genuss der Stille im Wald

Hier muss ich auf der Fahrrad-App komoot erst einmal schauen, wo es lang geht und wo ich bin. Dann der Sprachsteuerung erklingt immer mal wieder eine Stimme aus meiner Hosentasche, die mir verrät, wo ich lang fahren muss. Aber nicht immer ist das bei den Wegen und Abzweigungen im Wald so klar.

An einer Stelle genieße ich die Stille im Wald. Kein Mensch vor oder hinter mir. Die Sonne streichelt die Bäume und blitzt immer wieder hindurch.

Auf der anderen Seite geht der Blick direkt in den Wald hinein. Das hat schon etwas Mächtiges, die großen Bäume. Und auch etwas mystisches.

In den Wald hinein Mystischer Wald

Nun freue ich mich erst mal auf das Radeln durch den Wald. Ich gebe an einigen Stellen richtig Gas, das bringt Freude in die Glieder. Links, rechts, rauf und wieder mit Vollgas abwärts auf dem Waldboden.
Hin und wieder kommen mir Passanten entgegen, aber die Strecke durch den Wald macht schon richtig Spaß.

Waldweg

Die Angst vor der Holzbrücke im Moor

Am Ende des Walds geht es durch ein Moorgebiet Richtung Ahrensburg. Hier ist eine alte Holzbrücke durch das Moor gebaut. Ich setze vorsichtig mit dem Rad auf die Brücke und fahre langsam weiter. Die Brücke ist nicht sonderlich vertrauenserweckend, um nicht zu sagen, dass man alleine schon etwas Angst vor der Holzbrücke im Moor hat.
Teilweise kippt die Brücke leicht ab, an einigen Stellen ist sie gerade mal ein paar cm über dem Wasser.

Hier und da fahre ich sehe langsam, weil ich Angst habe, seitlich weg zu rutschen oder mir unsicher bin, ob jedes Brett denn auch hält. Als mir von vorne Fußgänger und danach ein anderer Radfahrer entgegen kommt, bin ich etwas entspannter. Die müssen ja auch her gekommen sein.

Nach dem Moor geht es über die Bahnschienen zurück auf die andere Seite von Ahrensburg. Diese Brücke und die Gleise fallen mir ins Auge. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie gefällt mir die Stelle. Die einspurigen Gleise und das ganze Grün drumherum erwecken in mir den Vergleich mit einem Bergdorf. Warum? Keine Ahnung!

Alte Bahnbrücke

Dann geht es erst mal quer durch Ahrensburg, einmal links und einmal rechts und schon sind wir wieder auf der unbefestigten Strecke am Bredenbeker Teich.

Gegenblick vom Bredenbeker Teich

Hier habe ich mir erhofft, einen schönen Blick über den Teich zu haben. Aber nichtsda! Auf der Seite zum Teich stehen ohne Ende Bäume und Büsche. Da kommt man erstens nicht durch und zweites kann man nicht mal durch oder drüber weg fotografieren. Ein wenig genervt fahre ich langsam weiter. Schließlich bleibe ich vor dem Feld stehen und nutze die Gegenseite vom Bredenbeker Teich.

Die Wiese erstreckt sich auf einen kleinen Hügel und die Gräser und kleinen Pflanzen schimmern im Gegenlicht. Auch die drei Bäume wirken wie die Abgrenzung zu einer Allee. Nur dass hier die Allee fehlt.

Weiter geht es und ich denke, dass ich nun wieder in den Wald weg vom Bredenbeker Teich komme. Aber am Ende lande ich nach dem Waldstück doch wieder am Teich. Und dieses Mal sogar mit einem kleinen Ausschnitt mit Blick auf den Teich.

Ein altes Haus

Auf der anderen Seite vom Teich steht an dieser Stelle ein uraltes Haus. Das ist am Ende am Bocksberg. Informationen zu dem Haus habe ich keine gefunden. Aber so richtig bewohnt sieht es nicht mehr aus. Kann mich aber auch täuschen. Also halte ich hier erst mal wieder mit der Kamera drauf. Die großen Blumen im Vordergrund geben einen herrlichen farbigen Kontrast zu dem eher trostlos wirkenden Anwesen.

Altes Haus am Bocksberg Anwesen mit Blumen Gelbe Blumen

Mit Vollgas zurück nach Hause

Ich schaue auf die Uhr und bin schon gute zwei Stunden unterwegs. Ich weiß, dass das schöne Wetter nicht mehr lange zu genießen ist. Wenn die Sonne erst mal tiefer steht, könnte es kälter werden. Ich packe meine Kamera ein, werfe den Rucksack auf den Rücken und mache mich auf den Weg. Nun geht es an den Schienen über Buckhorn nach Volksdorf. Fast der ganzen Weg geht leicht bergab und ich bekomme einen Affenzahn drauf. Das schockt!!

Anschließend geht es noch durch den Volksdorfer Wald nach Hause und ich komme dann doch leicht angeschwitzt an. Nachdem ich mein Fahrrad wieder eingeschlossen habe, gehe ich rein und mache mir einen Kaffee. Genau den brauche ich jetzt.
Und danach geht es unter die Dusche!

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