Fototipp
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Was bedeutet ISO?

Ein weiterer Fototipp kommt heute und zwar zum Thema ISO. Was ist ISO und was kann ich eigentlich damit anfangen? Was verändere ich damit und wann nutze ich welche ISO?

ISO steht zu allererst einmal für International Organisation for Standardization – was ja eigentlich IOS heißen müssten. Tut es aber nicht. ISO steht im Bereich der Fotografie für die Filmempfindlichkeit. Die nicht mehr ganz taufrischen Fotografen unter euch kennen sicherlich noch die analogen Kameras, in die man Filme einlegen musste. Die erleben heutzutage übrigens wieder ihre Renaissance. Hier gab es seinerzeit unterschiedliche Filme mit unterschiedlichen Empfindlichkeiten. So nutze man speziell für Fotos draußen bei Sonne, z.B. im Urlaub, einen ISO 100 Film. Bei allgemeinen Fotos draußen war oft ein ISO 200 Film dran, wenn man auch Fotos innen machte wollte, griff man nach dem guten Rat des Papas zu einem ISO 400 Film. Die gesamte technische Erklärung und Zahlenwerte kannst du übrigens bei Wikipedia nachlesen.

Die Faustregel sagt: Je empfindlicher ein Film ist, desto geringer kann das Licht oder die Belichtungszeit sein. Wenn ich also Szenen fotografiere, die etwas dunkler sind bzw. nicht so viel Licht vorhanden ist, z.B. innen oder abends, ich die Belichtungszeit aber nicht hochdrehen will oder kann, um keine Bewegungsunschärfe zu erhalten oder da ich kein Stativ habe, drehe ich die ISO Empfindlichkeit hoch. Das könnte jetzt das Allheilmittel sein für verwackelte Fotos.

Merke: Je höher die ISO, desto kürzer die Belichtungszeit, desto geringer das Risiko auf Verwackler.

Tja, wenn da nicht das Rauschen wäre! Denn die ISO Empfindlichkeit hat zieht leider eine unschöne Sache mit sich. Stellst du die ISO sehr hoch ein, machst du damit den Film bzw. den “digitalen Film” sehr empfindlich ein, um dunkle Szenen mit kurzen Belichtungszeiten zu fotografieren, verstärkt sich das Rauschen der Bilder. Das Bild wird krisselig.

Merke: Je höher der ISO Wert, desto stärker das Rauschen der Bilder.

Die heutigen DSLRs haben schon ein sehr gutes Rauschverhalten. Bei ISO 1600 und teilweise 3200 ist noch kaum ein Rauschen zu erkennen. Danach wird es aber schon etwas unschöner. Hier kann z.B. Lightroom noch ganz gut eingreifen, aber grundsätzlich mit ISO 12800 oder höher zu fotografieren, macht nicht unbedingt Sinn. Hier gilt es, den richtigen Mittelwert zu finden, ein Stativ oder Blitz zu nutzen. Nur im Zweifel kann man den ISO Wert hochdrehen, bevor man gar kein Foto hat.

Erst recht macht es keinen Sinn, den ISO Wert hoch einzustellen, wenn es hell ist. Denn dann kann es dazu kommen, dass die kürzeste Belichtungszeit nicht mal ausreichend für eine normale Belichtung ist und das Bild viel zu hell wird.

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