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Bloggermüdigkeit

Es ist Sonntag Mittag ich habe meinen Laptop auf dem Schoß und sitze auf der Couch im Wohnzimmer. Ich lese meine E-Mails, insbesondere die, die mit meinem Blog oder der Fotografie zu tun haben. Denn ich denke mir, dass ich ja endlich mal wieder Motivation fassen muss. Ich muss ja mal endlich wieder fotografieren gehen. Ich muss mal wieder etwas für den Blog machen. Jedes Mal schreibe ich, dass es besser wird und ich mir viel vornehme. Und dann passiert doch nichts. Und soll ich mal was sagen? Ich muss GAR NICHTS!

Ich habe eine gewisse Bloggermüdigkeit erreicht. Es ist der Druck auf der einen Seite, ständig neue, persönliche und unique Inhalte zu präsentieren. Ansonsten haben die Leser schnell keine Lust mehr. Und man hofft auf den einen oder anderen Kommentar, um darauf zu antworten und zu erkennen, dass es eine Interaktion gibt.

Aber die Beschränkungen von facebook, Google & Co. machen es nicht einfach, neue Leser zu finden. Und was will “der Leser” eigentlich lesen? Welchen Mehrwert kann ich eigentlich noch bieten? Wo ist meine persönliche Note in dem Blog? Oder ist das nicht alles zu technisch, zu sachlich? Machen nicht gerade die persönlichen Noten der anderen Blogger die wenigen Blogs, die ich noch gerne lese, zu dem Besonderen? Mache ich das? Ich denke eher nicht. Damit könnte man ja schon mal anfangen. Aber dann fehlt mir wieder die Zeit. Oder die Lust. Oder beides zusammen.

Ich habe mir einen Redaktionsplan erstellt und ich denke, die Inhalte wären auch echt gut gewesen. Die hätten unique sein können. Die könnten meinen Lesern einen echten Mehrwert geben. Aber wann komme ich dazu? Im Moment eigentlich gar nicht neben Beruf, Abendessen-Einladungen, Workshops, beruflichen Reisen und Joggen. Ich habe nämlich das Joggen für mich entdeckt. Aber mehr als 2x die Woche schaffe ich nicht mal das. Und dann will ich ja noch fotografieren, mich verbessern und das mit euch, meinen Lesern, teilen.

Um ehrlich zu sein: Im Moment habe ich die Kamera nie dabei, nicht mal in Reichweite. Es ist kalt, nass, grau. Und die schönen Tage nutzen wir dann wieder anders. Mit der Familie. Und das ohne Kamera. Ich bin müde geworden beim bloggen. Im Moment fehlt mir der Sinn. Ich entwickle mich nicht weiter und ich kann im Moment auch nichts zurück geben. Weder inhaltlich, noch persönlich. Und um genau das geht es doch hier, in einem persönlichen Blog.

Wie es weitergeht? Keine Ahnung. Lassen wir mal die Zeit entscheiden. Vielleicht packt es mich mit den nächsten Sonnenstrahlen ja doch noch mal. Vielleicht lasse ich meine Kamera einfach mal ständig im Auto, wenn es nicht so kalt ist. Vielleicht nehme ich mir jede Woche nur einen festen Tag vor. Aber dann kommt es eh immer anders, als man denkt.

Kurzum: Schaun mer mal…

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6 Kommentare

  • Jens

    Hallo Marcel, diese Müdigkeit kenne ich. Weniger vom bloggen, da ich da grundsätzlich kaum dazu kommen, sondern vielmehr von der Fotografie selbst. Gerade wenn die Tage immer nur grau sind. Ich habe mir angewöhnt immer eine Kamera dabei zu haben. Und manchmal auch einfach nur die Kamera bei schlechtem Wetter auf dem Weg ins Büro in die Hand zu nehmen. Drücke die Daumen dass mit dem Frühling die Müdigkeit wieder verschwindet. VG Jens

    • Marcel

      Hallo Jens, danke für deinen Kommentar. Ich habe mir schon lange vorgenommen, die Kamera immer dabei zu haben. Einfach in den Kofferraum legen und bei kleinen Ausflügen immer mit nehmen. Aber ich muss das nun auch einfach mal machen. Vor einigen Jahren hatte ich mehr Spaß dran und hab jeden Quatsch fotografiert. Auch zu Hause sehr viel. Das ist echt eingeschlafen. Ich hoffe, die Lust und der Spaß kommt bald wieder. Obwohl Spaß habe ich immer, wenn ich denn mal fotografiere. Dann packt es mich immer gleich sofort. Aber ich muss einfach öfter den inneren Schweinehund überwinden und losgehen.

  • Marc

    Ich habe letztens einen Beitrag geschrieben, vorerst nur für mich, zum Nachdenken. Der Titel? “Die Zeit der Blogs ist vorbei!”
    Keine Ahnung, ob ich diesen Beitrag jemals veröffentlichen werde, aber der Titel sagt eigentlich schon alles und du hast es hier auch schon gesagt. Die Bloggerei ist verdammt schwer geworden, das Niveau super hoch und tolle Beiträge allein bringen trotzdem keine Reichweite und Kommentare schon gar nicht mehr.
    Da wundert es mich dann auch überhaupt nicht, dass einem die Lust daran vergeht. Ich habe zwar immer noch Spaß und mache es auch noch, aber frage mich zunehmend “warum?”
    Von daher ist dein “schau mehr mal …” genau das richtige! Packt es dich und du willst was schreiben, dann ist das gut. Gibt es 1000 andere Dinge, die – aus welchem Grund auch immer – wichtiger sind, ist es auch gut!

    Ich lese deine Beiträge auch noch dann, wenn sie nur alle 6 Monate erscheinen :)

    • Marcel

      Hallo Marc, das ist schon mal gut zu wissen, dass du auch in 6 Monaten noch die Beiträge lesen wirst 😉
      Für mich ist es genauso das, was du beschreibst. Wofür? Ich möchte den Blog nicht beruflich betreiben, das ist rein privat für mich. Als Hobby. Aber an einem Hobby möchte ich ja Spaß haben und der fehlt mir im Moment. Um Fotos zu zeigen reichen eigentlich auch die Bilderplattformen und ein Blog bedeutet da schon etwas mehr Arbeit.
      Auf der anderen Seite hat man die Möglichkeit, nochmal etwas mehr zu schreiben und auch für sich selbst festzuhalten.
      Also bleibe ich erstmal bei meinem Motto: Schaun mer mal!

  • Paleica

    ich kenne diese gedanken gut. man buttert oft und lange viel energie und liebe in diesen blog und irgendwann ist man leer. manchmal werden die reservoirs wieder gefüllt und es geht weiter, manchmal nicht, weil andere ventile auftauchen. bei mir ging es bisher immer weiter, aber wer weiß, irgendwann… das leben ist wichtiger.

    • Marcel

      Das Leben ist wichtiger ist ein interessantes Statement dazu. Das sehe ich genauso. Ich habe mich auch von den ganzen “dummen” Ratschlägen zu sehr treiben lassen. Regelmäßiges Posting, Aufbau, Struktur, SEO etc. bla bla. Nein, das hier ist mein Blog, meine persönliche Sichtweise auf die Dinge. Und das mache ich so, wie ich es will und dann, wann ich es will. Und entweder der ein oder andere liest mit, nimmt einen Tipp für sich heraus oder freut sich einfach nur an den persönlichen Geschichten fernab von all den negativen SEO-getriebenen Tagesnachrichten. So sehe ich das inzwischen.

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