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Gastbeitrag: Digitalbilder richtig nachschärfen in Adobe Lightroom

Wenn Digitalbilder auch nach der Bearbeitung noch nicht knackig genug erscheinen, kann man mit gezieltem Nachschärfen den letzten Kick aus den Fotos herauskitzeln. Lightroom bietet hier ein praktisches Tool zum detailgenauen Nachschärfen. Die entsprechenden Regler befinden sich im Entwickeln-Modul auf der rechten Seite im Details-Panel.

Es wird von den meisten Fotografen empfohlen, für das Nachschärfen die Ansicht auf 100% zu stellen. Oben im Details-Panel wird zusätzlich noch ein kleines Vorschaubild angezeigt, in dem man die Zoomstufe verändern kann. So ist es möglich, das Bild während des Bearbeitens gleichzeitig in zwei unterschiedlichen Zoomstufen zu betrachten, um die Wirkung besser beurteilen zu können.

Der Ausschnitt, der im Detailzoombild angezeigt wird, lässt sich verändern, indem der Bildausschnitt einfach mit dem Handsymbol direkt im kleinen Vorschaufenster verschoben wird. Noch etwas eleganter lässt es sich mit dem Fadenkreuzsymbol in der linken oberen Ecke des kleinen Zoombildes lösen. Wird dieses aktiviert, kann man mit einem kleinen Auswahlkreuz direkt im große Bild genau den Ausschnitt wählen, den man vergrößert oder verkleinert dargestellt haben möchte. Ob man dieses zusätzliche Detailbild tatsächlich nutzen möchte, ist sicher Geschmackssache, es kann aber gerade bei sehr detailreichen Bildern ganz hilfreich sein.

Der Betrag-Regler steuert, wie stark das Bild nachgeschärft wird, indem der Kontrast an den Kanten verändert wird. Durch das Drücken der ALT-Taste wird das Bild in Graustufen konvertiert angezeigt, während man den Regler bewegt. So lässt sich oft besser nachvollziehen, welche Teile im Bild geschärft werden.

Der Radius-Regler steuert, wie groß der Radius an den Konturen in Pixeln ist. Auch hier lässt sich bei gedrückter ALT-Taste die Erhöhung des Radius an den Kanten im Graustufenmodus betrachten.

Mit dem Detail-Regler wird festgelegt, wie viele Konturen in den Schärfungsprozess mit einbezogen werden. Je weiter der Regler nach rechts gezogen wird, desto mehr Details werden geschärft, was sich wieder bei gedrückter ALT-Taste überprüfen lässt. Bei Porträtaufnahmen sind daher geringere Werte sinnvoll, da man gerade bei größeren Hautpartien möglichst ein glattes Bild mit wenig Detailschärfe erzeugen will.

Der Maskieren-Regler legt schliesslich fest, welche Bereiche überhaupt geschärft werden. Das Drücken der ALT-Taste erzeugt hier ein monochromes Bild. Steht der Regler auf 0, ist das komplette Bild weiss, was bedeutet, dass alle Werte geschärft werden. Zieht man den Regler nach rechts, zeigen sich immer mehr schwarze Anteile, die vom Schärfeprozess ausgenommen werden. So kann man z.B. bei Porträtaufnahmen wichtige Konturen wie Augen und Mundpartie nachschärfen, ohne die Haut mit einzubeziehen.

Zusätzlich gibt es bei Lightroom die Möglichkeit, im Export-Dialog die Ausgabeschärfe einzustellen, die das Bild für das gewünschte Ausgabemedium optimiert und ihm so den letzten Schliff verleiht.

Ein Gastbeitrag von www.pixopolis.de

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4 Kommentare

  • Markus

    Sorry, aber dieser Beitrag offenbart sehr wenig Wissen im Umgang mit den Schärfeeinstellungen in Lightroom.

    Das “zusätzliche Detailbild” ist ganz und garnicht “Geschmackssache”, sondern eine essentielle Funktion. Diesen Auschnitt setzt man nämlich auf eine – für die Bildschärfe – möglichst aussagekräftige Stelle.
    Dann dreht man den Betrag auf einen Minimumwert von 1 etc. Nun legt man mit der Maskierungsfunktion bei gedrückter Alt-Taste fest, welche Partien überhaupt geschärft werden sollen. Prinzipiell sind hier nur Kanten wichtig und als Richtwert kann man 60-80 annehmen.

    Ebenso wird der Radius bei gehaltener Alt-Taste bestimmt, wenngleich auch dieser immer zwischen 0.8 und 1.3 abspielen dürfte.
    Nun kann mit dem Betrag die Schärfe geregelt werden. Auch hier sind Werte zwischen 20 und 50 ausreichend. Je nach Motiv würde man nun noch den Detailregler, der bis jetzt ganz links stand, hinzuziehen. Bei Portäts ist er aber eher ein “Porenvergößerer”.

  • Marcel

    Hallo Markus,
    mensch, vielen Dank für deine wertvollen Informationen und durchaus richtigen Ergänzungen zu diesem Thema. Das wird sicherlich noch mal mehr “Futter” für das Thema für den einen oder andere User geben.
    Ich denke, dass man natürlich je nach Bild schauen muss, welches die richtigen Einstellungen sind. Aber durch deine lange Erfahrung und durch deine tollen Presets für Lightroom weißt du schon ganz genau, wovon du redest.
    Ich bin übrigens ein großer Fan deiner Tutorials und Presets in Lightroom und möchte mich hier mal dafür bedanken!
    Viele Grüße
    Marcel

    • Markus

      Ich weiß das und danke dir dafür! Die Schärfefunktionen sind aber so ein Thema in Lightroom, bei dem alle irgendwie an den Reglern schieben, ohne so ganz genau zu wissen was sie da überhaupt tun.

  • Marcel

    Ja, da wirst du sehr wahrscheinlich Recht haben. Von daher fand ich eigentlich deinen Zusatz doch sehr richtig, die genaue Stelle einzuzoomen zum Schärfen. Ansonsten kann man wohl eh drehen, wie man lustig ist.

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